Warum handeln?

Warum ist Nachhaltigkeit so wichtig? Warum sollte man sich dafür einsetzen?

Fakt ist: Die Menschheit hatte schon immer mit großen Herausforderungen wie Kriegen, Krankheiten oder Armut zu kämpfen. Wahrscheinlich ist es so, dass es auch in Zukunft solche „Grand Challenges“ geben wird, über die wir uns mehr oder weniger den Kopf zerbrechen werden. Was aber macht die jetzige Situation so speziell? Was unterscheidet das 21. Jahrhundert von anderen Zeitpunkten in der Menschheitsgeschichte?

Ganz einfach gesagt: Die Menschheit hat sich in den letzten 70 Jahren „extrem“ und unproportional zu anderen Zeitabschnitten verändert und weiterentwickelt – unsere schwerwiegendsten Probleme jedoch, sind großteils geblieben. Irgendwie passt das aber nicht zusammen, oder? Haben wir denn keine Lust auf neue Probleme? Scheuen wir uns selbst in dieser Hinsicht vor Veränderung?

Unsere Probleme und die Lösung

Das Ökosystem Erde ist kurz davor zu kippen: Aber noch haben wir die Chance, den richtigen Kurs einzuschlagen. Viele der aktuellen Herausforderungen könnten mit einer inkrementellen, globalen Umsetzung des KonzeptsNachhaltige Entwicklung“ gleichzeitig angesprochen und wahrscheinlich auch bewältigt werden. Man kann behaupten, die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts sei es, das Zeitalter der Nachhaltigen Entwicklung erfolgreich einzuleiten und einer Etablierung des negativ konnotierten Anthropozän-Zeitalters, keine Chance zu lassen.

Um sich einen fundierten Überblick über unsere (global gesehen) größten Probleme zu verschaffen, empfehle ich jedem, das Buch „The Age of Sustainable Development“ von Jeffrey Sachs zu lesen. Es dient meiner Meinung nach als sehr guter Einstieg in die Thematik der nachhaltigen Entwicklung und verhilft generell zu einem umfassenden Hintergrundverständnis. Falls du das Buch schon kennst, oder Interesse an weiteren Informationskanälen hast, klicke hier.

Jedenfalls werde ich auf dieser Seite des Blogs versuchen, die allerwichtigsten Gründe zum Handeln anzusprechen. Vordergründig jedoch, möchte ich insgesamt den Fokus darauf setzen, vom aktuellen Stand des Wissens aus, weiterzudenken, Ergänzungen zum Buch zu formulieren und mich weniger auf Probleme und mehr auf Lösungen zu konzentrieren. Es soll darum gehen, neue Wege zu erkennen, zu generieren, zu verbessern, zu kommunizieren, zu fördern und sich zu überlegen, was ihrer Implementierung noch im Weg steht. Dementsprechend wird unter der Seite „Was kann ich tun“ hoffentlich mehr Inhalt zu finden sein, als hier.

Warum handeln?

  1. Siehe das oben verlinkte Buch
  2. Klimawandel
  3. Der womöglich wichtigste Grund ist Timing. Jetzt ist nämlich genau der richtige Zeitpunkt dazu.

Dieser Teil der Seite wird laufend ergänzt.

Fragen, die man sich stellen kann

  1. Wie findest du die Gesellschaft, bzw. das soziale Konstrukt in dem du lebst? Ist es harmonisch? Ist es kooperativ? Ist es fair? Ist es nach bestem Wissen und Gewissen aufgebaut?Nutzen wir unsere Potentiale aus?
  2. Wenn du vorhast Kinder zu kriegen: Hast du dir schon mal überlegt, in was für eine Welt du deine Kinder setzen willst? Wie gehst du mit dem Wissen um, dass auch du Verantwortung trägst, den Planeten so zu erhalten, dass deine Nachfahren auf ihm leben können?
  3. Hast du dich schon mal gefragt, ob es dir überhaupt zusteht, dein Leben so zu führen, wie du es gerade führst? Oder anders: Weißt du, ob der Anteil der Ressourcen, welche du in Anspruch nimmst, in Relation zu ihrem Vorhandensein steht?

Bei diesen Fragen geht es mir um das Gefühl, was in dir aufkommt. Ist es ein Gefühl von Betroffenheit? Ein revolutionäres Gefühl? Ein Gefühl der Machtlosigkeit? Oder ein Gefühl der Resignation? Ein Gefühl, welches dir suggeriert, es sei zu anstrengend und nutzlos sich über diese Dinge Gedanken zu machen? Ein Gefühl von „Ertapptheit“?

Welches Gefühl auch immer bei dir aufgekommen ist – ich nehme an, dass immer ein Funke von „diese Fragen sind wichtig bzw. berechtigt“ dabei war. Ich möchte damit veranschaulichen, dass man weder viel von der Welt verstehen, noch eine formale Bildungslaufbahn hinter sich haben muss, um zu fühlen (erkennen), dass vieles nicht so läuft, wie es laufen könnte.

Eine Frage der Aufmerksamkeit

Generell möchte ich hier auf meinem Blog, wie bereits erwähnt, einen lösungsorientierten Ansatz vertreten. Es soll um positive, zukunftversprechende und motivierende Gefühle gehen! Sicherlich muss man sich damit befassen, wie die gegenwärtigen Systeme funktionieren oder was alles schief läuft. Jede Stunde aber, in der man versucht, die aktuellen Fehler zu erkennen und zu verstehen, ist eine Stunde weniger, in der man träumen kann, in der man Wunschvorstellungen und Ziele definieren kann, um sich dann zu überlegen, wie man dort hin kommt.

Ich bin also dafür, das Augenmerk verstärkt auf die Gegenwart und Zukunft zu legen. Nur wenn man sich darauf konzentriert, was man eigentlich will, arbeitet man sowohl bewusst, wie auch unbewusst darauf hin. Wenn man sich darauf konzentriert, was alles schief gegangen ist, findet man einfach immer nur mehr Fehler und Gründe dafür, warum eine Veränderung nicht möglich ist. Persönlich glaube ich daran, dass eine positive gesellschaftliche Veränderung in Richtung nachhaltiger Entwicklung möglich ist und dass jeder dazu etwas beitragen kann.

TEILEN
Facebooktwittermail
FOLGEN
Facebookyoutubeinstagram